Die Hörndlberg-Sage

In früherer Zeit gab es auf dem Inn Schiffsbetrieb um Waren zu transportieren. Die Innschiffer waren immer von Überfällen auf ihre Schiffe betroffen. Bei uns am Hörndlberg entstand im Laufe der Zeit eine Geschichte über ein Raubritterschloss. Vom Hörndlberg aus soll eine  Sichtverbindung zum Schloss Guttenburg und zum Stampflschloss bei Gars bestanden haben. Über Rauchzeichen verständigten sich diese untereinander wenn Innschiffer unterwegs waren. Die Raubritter galten als die schlimmsten der drei, sie raubten und mordeten am Inn.

Fotomontage vom Steilufer am Inn wo das Raubritterschloss laut Sage stand.

Der Hörndlberg liegt am Inn gegenüber von Ebing.

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Hohe Steilufer hat der Inn bei Flossing aus dem Hügel gebrochen, von dem aus man eine weite Schau über das fruchtschwere Land genießt. Dem  Stampflberg ( bei Gars am Inn ) mit seiner verwitterten Ruine grüßt  herüber, Kraiburg mit dem Kirchlein auf dem Schloßberg, Guttenburg auf der Höhe und in einen grünen Hügel gebettet das Städtchen mit dem Mühlrad im Wappen, Mühldorf. Eben an dieser Stelle hatte vor Zeit das  Hörndlbergschloss gestanden. Es waren schlimme Gesellen, die vom Stampl und Guttenburger Schloss, vermeldet uns die Sage. Gesellen die bei Tag  und Nacht die Warenschiffe auf dem Innfluss überfielen und plünderten. Doch am allerschlimmsten sollen es die Hörndlberger bei Flossing  getrieben haben.

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Hatte ein Kauffahrerschiff die dicke Eisenkette gesprengt, die der Stampl als Sperre durch das Wasser gezogen, so kündeten Feuerzeichen dem Guttenburger das nahen des Schiffzuges. Waren diesem einigen Zillen durch das Netz gegangen, meldeten Hornrufe dem Hörndlberger die Flüchtenden und dieser verfuhr mehr denn grausam mit seinen Gefangenen, schreckte selbst vor keinem Mord zurück.

 

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Die ausgeraubten Schiffsleut wurden an die Planken gefesselt oder genagelt  und die sinkenden Schiffe wieder in die Fluten zurückgestoßen. Als dies  wieder einmal geschah, schwuren die Todgeweihten des Himmels Fluch auf  die Hörndlberger herab.

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In gleicher Nacht noch stieg ein gewaltig Wetter im Westen auf. Um Mitternacht wuchtete der Donner mit Schlägen, als ob die Erde bersten wollte. Das Blitzfeuer wollte kein Ende mehr nehmen.

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Als am anderen Morgen die Flossinger Bauern ängstlich durch die Fenster lugten, war das Hörndlberger Schloss vom Erdboden verschwunden mit allem was drinnen gelebt, geflucht und geschnaufet hatte. Ein kreisförmiger Graben zeigt heute noch auf der Höhe die Stelle, wo das Raubschloss  vordem gestanden sein soll.

 

Diese Seiten über den Hörndlberg und seine Raubritter wurden von der Volksschule in Flossing im Fach Heimatkunde erstellt und beschrieben. Nachzulesen auch im Heimatbuch Polling- Oberneukirchen und in einer  Ausgabe des Mühlradl.

Karte_Alt-kl

Das Bild zeigt eine alte Karte, das Schloss soll laut Sage gegenüber von Ebing auf  einer Anhöhe bei der Baumgruppe gestanden haben.

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